Cornelia Ernst (wiedergewählt)

Regionale Zuständigkeit

Sachsen

NGOs auf Landesebene
NGOs vor Ort

NGOs in Dresden

Ranking gut

Grundlage sind die Abstimmungsaufzeichnungen der Jahre 2014-2019 im Europäischen Parlament. Mehr dazu unter: Ranking

Von 2009-2014 wurde das Abstimmungsverhalten von Cornelia Ernst mit „sehr gut“ bewertet.

Kontakt

Adresse in Brüssel:
Europäisches Parlament
Bât. Altiero Spinelli
06F154
60, rue Wiertz
B-1047 Brüssel
Tel: 0032 228 4 – 5660
Fax: 0032 228 4 – 9660

Adresse in Straßburg:
Europäisches Parlament
Bât. Louise Weiss
T05026
Allée du Printemps-B.P. 1024/F
F-67070 Strasbourg Cedex
Tel: 0033 388 17 – 5660
Fax: 0033 388 17 – 9660

Adresse in Deutschland:
Landtagsfraktion Die Linke
Bernhard-v.-Lindenau Platz 1
01067 Dresden
Tel: 0351 493 58 30
Fax: 0351 493 54 60

E-Mail, Websites und Socials

Homepage von Cornelia ErnstCornelia Ernst auf Abgeordnetenwatch.de

Zur Person

Abstimmungsverhalten von Cornelia Ernst auf VoteWatch (durch einen Klick auf die Politikfelder gelangen Sie direkt zu den einzelnen Dokumenten)

Fraktion:

Konföderale Fraktion der Vereinigten Europäischen Linken / Nordische Grüne Linke (GUE/NGL)

Ausschüsse:

Mitglied im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres, Mitglied der Delegation für die Beziehungen zu Bosnien und Herzegowina und dem Kosovo, Mitglied der Delegation für die Beziehungen zu Iran, Stellvertreterin im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie

Lebenslauf:

  • geboren am 30.11.1956 in Bad Saarow
  • 1979 Abschluß als Diplom-Pädagogin
  • Promotion zur Frauenbewegung
  • bis 1991 Lehrerbildnerin am Institut für Lehrerbildung in Großenhainvon
  • 1991 – 1998 parlamentarische Beraterin im Arbeitskreis „Soziale Grundsicherung“ der Linke Liste/PDS-Fraktion im Sächsischen Landtag
  • 1995 – 2001 stellvertretende Vorsitzende der PDS Sachsen
  • 1998 – 2009 Mitglied des Sächsischen Landtages
  • 1999 – 2004 Arbeitskreisleiterin des AK „Gleichstellung“
  • 1999 bis 2009 Stadträtin in Dresden
  • 2001 – 2009 Vorsitzende der PDS Sachsen
  • seit 2009 Mitglied im Bundesausschuss der Linken
  • seit Mitte 2009 Mitglied des Europäischen Parlamentes
  • Mitglied der Fraktion Vereinigte Linke/ Nordischer Grüne Linke
  • Mitglied der Delegation Die Linke im Europaparlament, seit April 2012 als Vositzende

Weitere Aktivitäten:

  • Mitglied in der LISA Sachsen
  • Mitglied in der GEW
  • Mitglied in der Attac

Mai 2019: Der Deutsche Naturschutzring möchte mit seiner Europawahlkampagne #natürlichEuropa die rund 11 Millionen Menschen in seinen Mitgliedsverbänden erreichen und für eine starke und proeuropäische Wahlbeteiligung mobilisieren. Wir haben Mitgliedern des EU-Parlaments, die erneut kandidieren, die Gelegenheit gegeben, aus ihrer Tätigkeit in umweltbezogenen Ausschüssen zu berichten und ihre Pläne für die kommende Legislatur vorzustellen. Von 22 angeschriebenen MdEPs haben 9 geantwortet. Hier die Antworten von Cornelia Ernst:

Wir schreiben die Sternzeit 2019. Das Raumschiff Europa fliegt durch populistische Turbulenzen, ökonomische und weltpolitische Konflikte und überstrapaziert die planetaren Grenzen. Was waren für Sie persönlich Ihre europäischen Sternstunden und was der heftigste Kometeneinschlag in der vergangenen Legislaturperiode?

„Sternstunde war zum Beispiel die Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens, denn erstmals einigten sich die Unterzeichnerstaaten weltweit auf ein Abkommen zur Senkung der Treibhausgase. Eine weitere Sternstunde ist der vereinbarte Kohleausstieg bis 2038 in Deutschland, auch wenn wir uns ein ambitioniertes Ziel wie 2030 gewünscht hätten. Aber dennoch ist dies ein erster wichtiger Schritt von Deutschland und ein wichtiges Signal an die anderen europäischen Mitgliedstaaten.

Der Rechtsruck, den wir überall in der EU beobachten können, ist der heftigste Kometeneinschlag in dieser Legislatur. Die Rechte von Minderheiten werden angegriffen, längst sicher geglaubte Errungenschaften geraten in Bedrängnis. Deshalb ist es wichtig, dass die Menschen tatsächlich zur Europawahl gehen, und ihre Stimme und die Waagschale werfen.“

Was müsste sich aus Ihrer Sicht im nächsten Parlament für ein wirklich ökologisches, nachhaltiges und soziales Europa in Lichtgeschwindigkeit ändern?

„Als erstes müssten sich die Mehrheitsverhältnisse ändern. Jene Parteien, die teilweise die Existenz des menschengemachten Klimawandels abstreiten beziehungsweise der Meinung sind, dass diesbezüglich keine drastischen Änderungen in der Politik notwendig sind, müssen überstimmt werden. Für ein soziales Europa brauchen wir soziale Mindeststandards wie Mindestlöhne und Mindesteinkommen in der EU und eine einklagbare, mit Sanktionen bewehrte soziale Säule. Ein ökologisches und nachhaltiges Europa erfordert einen drastischen Umbau der Energie- und Verkehrspolitik: mit massiver Förderung der erneuerbaren Energien, Förderung des Schienenverkehrs und des ÖPNV, Förderung der E-Mobilität. Auch im Bereich der Landwirtschaft müssen ökologische Standards eingeführt werden, die die industrielle Landwirtschaft zurückfahren, die Artenvielfalt erhalten, und die Bedrohung der Böden und des Grundwassers verhindern.“

Für welche umweltbezogenen Themen stehen Sie und sollten deshalb wieder in die neue Crew im Raumschiff Europa gewählt werden?

„Ich stehe für den Kohleausstieg, der sozial begleitet werden muss und sicherstellen muss, dass in den ehemaligen Kohleregionen neue Arbeitsplätze in anderen Sektoren oder in erneuerbaren Sektoren entstehen. Ich habe mich bei den Verhandlungen zum Strombinnenmarktpaket dafür eingesetzt, dass ein Just-Transition-Fond eingerichtet wird, der eigens für Kohleregionen in der ganzen EU Gelder bereitstellen soll. Außerdem stehe ich für die Förderung von Bürgerenergie, die ein wichtiger Akteur beim Ausbau der Erneuerbaren ist. Ebenso setze ich mich für das Recht auf Energie ein, was bedeutet, dass niemanden der Strom oder die Wärmeversorgung abgestellt werden darf.“