Jens Geier

Regionale Zuständigkeit

Nordrhein-Westfalen

Grundlage sind die Abstimmungsaufzeichnungen der Jahre 2009-2014 im Europäischen Parlament.

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Umweltcheck in drei Fragen

[Antworten aus der Legislaturperiode 2009-2014]

1. Welches sind in Ihren Augen die größten umweltpolitischen Herausforderungen der Europäischen Union in den nächsten fünf Jahren?

Die größte umweltpolitische Herausforderung in den nächsten fünf Jahren und auch darüber hinaus ist der Klimawandel und seine Auswirkungen auf Mensch und Natur. Die Europäische Union hat den Weg für einen gesamtheitlichen Ansatz geebnet, um diese globale Herausforderung anzugehen. Dabei sehe ich es als absolut notwendig an, die derzeitigen Anstrengungen noch zu verstärken die Lasten gerecht zu verteilen und alle globalen Akteure zusammenzubringen, um an einer gemeinsamen Strategie zu arbeiten.
Der Klimawandel ist aber nicht nur auf der globalen Ebene eine Herausforderung, sondern er ist besonders in den Regionen zu spüren. Dort sehe ich auch zusätzliches Potenzial, diesen Herausforderungen entgegenzutreten. Die Entwicklung von erneuerbaren Energien, energieeffizientes Wohnen oder die Entwicklung des ländlichen Raums müssen daher auf europäischer, nationaler und lokaler Ebene entschieden angegangen werden.
Dabei kommt es mir darauf an, dass nicht nur ökologische Kriterien angewandt werden, sondern dass Klima- und Umweltschutz auch für soziale Nachhaltigkeit stehen muss.

2. Wo sehen Sie Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit den Natur- und Umweltschutzverbänden?

Umweltpolitik wird heutzutage größtenteils auf europäischer Ebene diskutiert und entschieden. Es ist nicht nur wünschenswert sondern auch in meinem Interesse, dass die Zusammenarbeit mit Natur- und Umweltschutzverbänden gut und vertrauensvoll läuft. Einen konstruktiven Austausch gegenseitiger Positionen und Ansichten erachte ich als essentiell, um ausgewogene Entscheidungen treffen zu können. Die nationalen Verbände wie auch die Zusammenschlüsse auf europäischer Ebene spielen dabei eine wichtige Rolle, um die Interessen aller Bürgerinnen und Bürger zu vertreten.

3. Was sind Ihre persönlichen Erfahrungen im Natur- und Umweltschutz?

Der Fluss Emscher fließt durch einen Teil meiner Heimatstadt Essen und das Ruhrgebiet. Die Emscher ist leider noch ein „offener Abwasserkanal“, in den Industrie- und Haushaltsabwässer teilweise unbehandelt eingeleitet werden. Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie hat nun glücklicherweise dafür gesorgt, dass die Emscher und ihre Zuflüsse renaturiert und möglichst in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden sollen. Dies hilft nicht nur der Natur in meiner Heimatregion sondern schafft auch neue Wohn- und Lebensqualitäten für ihre Einwohner.

Zur Person

Abstimmungsverhalten von Jens Geier auf VoteWatch (durch einen Klick auf die Politikfelder gelangen Sie direkt zu den einzelnen Dokumenten)

Fraktion:

Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten (S&D)

Ausschüsse:

Stellvertretender Vorsitzender im Haushaltsausschuss, Mitglied im Haushaltskontrollausschuss, Mitglied der Delegation für die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten, Stellvertreter im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie, Stellvertreter der Delegation für die Beziehungen zu Japan

Lebenslauf:

  • geboren 1961 in Frankfurt a. M.
  • Zivildienst
  • Studium der Geschichte, Literaturwissenschaft und Politik
  • seit 1989 wissenschaftlicher Assistent eines SPD-Europaabgeodneten in den Bereichen Haushalt und europäische Forschungs- und Technologiepolitik
  • 1992-1999 beim SPD-Parteivorstand, vor allem im Bereich des SPD-Präsidiums
  • 1999-2001 beim SPD-Landesvorstand NRW, Öffentlichkeitsarbeit
  • 2001 – 2006 Projektmanager und Pressesprecher bei der Projekt Ruhr GmbH
  • seit 2006 bei Deloitte im Bereich Immobilienprojekte des öffentlichen Sektors
  • seit 2009 im Europäischen Parlament als Vertreter von Duisburg, Essen, Mülheim und Oberhausen und Kleve, Viersen und Wesel

Weitere Aktivitäten:

  • Engagement bei ver.di, der Arbeiterwohlfahrt, dem Unterbezirksvorstand der SPD Essen und im Regionalvorstand SPD Niederrhein