Sven Giegold

Regionale Zuständigkeit

Nordrhein-Westfalen

Grundlage sind die Abstimmungsaufzeichnungen der Jahre 2009-2014 im Europäischen Parlament.

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Umweltcheck in drei Fragen

[Antworten aus der Legislaturperiode 2009-2014]

1. Welches sind in Ihren Augen die größten umweltpolitischen Herausforderungen der Europäischen Union in den nächsten fünf Jahren?

Die Europäische Union sollte zur klimaneutralen Wirtschaftsregion umgebaut werden. Dazu müssen jetzt die Weichen gestellt werden. Kernherausforderungen sind dabei die Energiepolitik, Wirtschaftspolitik und die Landwirtschaft. Die Energiewirtschaft muss auf 100% Erneuerbare Energien und Energieeffizienz umgestellt werden. Dazu kann Europa durch Kooperation bei den Netzen wie auch bei der gemeinsamen Energieproduktion einen wichtigen Beitrag leisten. Die v.a. wirtschaftspolitische Lissabon-Strategie (Review 2010) sollte durch eine Orientierung am Green New Deal ersetzt werden. Schließlich stehen 2010 und danach die Neuverhandlungen der gemeinsamen Agrarpolitik an. Die europäische Agrarpolitik muss aufhören Lebensmittelexporte zu subventionieren. Vor allem muss die verbleibende Agrarförderung an strikte soziale und ökologische Bedingungen geknüpft werden. Das leistet nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz und für die ländliche Entwicklung, sondern ist entscheidend für den Schutz der Biodiversität in Europa. Klimaschutz und Artenvielfalt sind die beiden großen ökologischen Herausforderungen. Ich will dazu beitragen, dass Europa zum Modell für die Lösung dieser beiden Menschheitsprobleme wird.

2. Wo sehen Sie Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit den Natur- und Umweltschutzverbänden?

Als Koordinator der Grünen im Wirtschaftsausschuss des Europaparlaments und Mitautor des Grünen New Deal-Konzepts von Bündnis 90/DIe Grünen sehe ich meinen Schwerpunkt v.a. beim ökologischen Umbau der Wirtschaft sowie der Stärkung sozialer und solidarischer Ökonomie. Hier arbeite ich gerne und laufend mit Umweltverbänden zusammen.

3. Was sind Ihre persönlichen Erfahrungen im Natur- und Umweltschutz?

Seit der Gründung einer Umwelt-AG an meiner Schule engagiere ich mich in der Umweltbewegung. Erst in der BUND-Kreisgruppe Hannover, dann in der BUNDjugend/JANUN (Landesjugendsprecher), bei der Mitgründung verschiedener ökologischer Projekte und zuletzt als Vertreter des BUND bei Attac Deutschland. Privat lebe ich in einer ökologischen Hofgemeinschaft. Die Zerstörung unseres Planeten und die Schönheit der Natur ist für mich eine zentrale Motivation für mein politisches Handeln.

Zur Person

Abstimmungsverhalten von Sven Giegold auf VoteWatch

Fraktion:

Fraktion der Grünen / Freie Europäische Allianz (GREENS / EFA)

Ausschüsse:

Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Währung, Mitglied der Delegation für den Parlamentarischen Stabilitäts- und Assoziationsausschuss EU-Albanien, Stellvertreter im Haushaltsausschuss, Stellvertreter im Ausschuss für konstitutionelle Fragen

Lebenslauf:

  • geboren am 17. November 1969 auf Las Palmas de Gran Canaria
  • 1991 Zivildienst Jugendumweltnetzwerk Niedersachsen
  • 1991 – 1996 Studium der Erwachsenenbildung, Politik und Ökonomie in Lüneburg, Bremen und Birmingham, Abschluss mit Master of Social Science in Wirtschaftspolitik und -entwicklung
  • 1993 Aubildung in Moderation (Metaplan & Zukunftswerkstätten) und Verhandlungstechnik
  • 1999 und 2000 Studium an der Universität Bremen zu verschiedenen Aspekten der Globalisierung
  • 2004 und 2005 Studienaufenthalt und Französischlernen an der Universität Paris XIII
  • seit 2009 Mitglied der Grünen/EFA im Europäischen Parlament
  • seit 2012 Landesvorstandsmitglied von Bündnis 90 / Die Grünen Nordrhein-Westfalen
  • 2014 Wahl zum Sprecher der Gruppe der deutschen Grünen im Europaparlament
  • 2014 Wiederwahl in den Landesvorstand der Grünen NRW
  • seit 2014 Finanz- und Wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen/EFA

Weitere Aktivitäten:

  • 1983 Projektwoche zum Thema Waldsterben an der Herschelschule Hannover, Gründung Umwelt-AG der Schule
  • 1986 – 2001 Engagement in der Jugendumweltbewegung
  • 1996 – 1999 Aufbau des Ökologischen Zentrums in Verden
  • 1998 Mitgründer der AllerWohnen eG
  • 2000 Mitgründung von Attac Deutschland, Vertreter des BUND-Bundesverbandes im Kokreis und Rat von Attac
  • 2002 Mitgründung des internationalen Tax Justice Network, Vorstandssprecher
  • seit 2002 Aufbau der europäischen Attac-Koordination
  • 2010 Mitbegründung des Instituts Solidarische Moderne e.V
  • 2010-2011 Co-Vorsitzender des Grünen Zukunftsforums der Bundespartei
  • 2010 Mitgründer von finance watch
  • 2013 Wiederwahl in die Präsidialversammlung des Deutschen Evangelischen Kirchentags
  • 2014 Ernennung ins Kuratorium der Stiftung für Entwicklung und Frieden